Der Name ”Weingarten” weist darauf hin, dass hier auf der Ratzinger Höhe vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert Wein angebaut wurde. Durch die zunehmende Erwärmung infolge der Klimaveränderung könnte hier oben bald wieder ein ”Ratzinger Höhe Riesling” ausgeschenkt werden.

Weinrebe Weinbau

Wein für das Kloster

Noch vor rund 500 Jahren erlaubte das damalige Klima den Anbau von Wein am Chiemsee. Namen wie "Weingarten", "Am Weinberge" auf der Ratzinger Höhe oder "Weinlechner>" (der heutige Grießlhof) in Rimsting, bezeugen dies.

Doch das Klima änderte sich, es wurde kühler. Die Weinstöcke lieferten weniger Ertrag, und die Trauben wurden immer saurer - man stellte den Weinanbau ein.

Bis ins 18.Jahrhundert ist hier, an diesem Hang, Wein für die Augustiner-Chorherren von Kloster Herrenchiemsee angebaut worden - daher auch der Name des hiesigen Gasthofs "Weingarten". Später bezogen die Mönche ihren Messwein aus Südtirol, weil dieser weniger herb war. Im Jahr 1990 wurden die letzten Weiterrassen hier oben eingeebnet. Die nun neu eingepflanzten Weinreben sollen an den Weinanbau über viele Jahrhunderte erinnern.

Wandgemälde

©Bayerische Schlösserverwaltung
Herrenchiemsee (altes Schloss)
Das Wadgemälde zeigt die Ansicht der Klosteranlage, um 1770, Prälaturstock des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstifts.
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